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Servicegesellschaft in Zittau nun mit Tarifvertrag

Servicegesellschaft in Zittau nun mit Tarifvertrag

Streik der Servicebeschäftigten am Klinikum Oberlausitzer Bergland Andre Urmann Streik Servicegesellschaft Zittau Löbau

Zittau 19.10.2015 - Nach nunmehr 6 Monaten harter Verhandlungen, Demonstrationen und Streik ist der Tarifvertrag für die Beschäftigten der Servicegesellschaft am Klinikum Oberlausitzer Bergland (KSG Zittau-Löbau) am vergangenen Montag unterschrieben worden. Mit der Unterzeichnung tritt der Tarifvertrag in Kraft und regelt für die kommenden 2 Jahre die Einkommens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten der Krankenhausküche, der Pforte, der Reinigung, der Technik und im Hol-  und Bringedienst.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelang ein Tarifabschluss, der die Einkommen deutlich vom zuvor üblichen Mindestlohnniveau abhebt. Für Küchenhilfen und Reinigungskräfte lautet bspw. die Einkommensperspektive innerhalb der kommenden 2 Jahre 9,47€ pro Stunde. Für Reinigungskräfte im Intensiv- und OP-Bereich werden sogar 10,15 € Stundenlohn möglich sein. Damit gehören die Niedriglöhne noch lange nicht der Vergangenheit an, jedoch ist ein guter Anfang weg von prekäer hin zu fairer und guter Beschäftigung getan.

In der Summe aller Tarifvertragsbestandteile, Urlaub, Zuschläge, Feiertagsregelungen, Sonderzahlungen oder sozialer Komponenten, verbessern sich die Bedingungen der Beschäftigten zum Teil um 30%. Dieses Ergebnis musste hart erkämpft werden und wäre ohne den Zusammenhalt der 105 Gewerkschaftsmitglieder in der gerademal 160 Mitarbeiter zählenden Servicegesellschaft nicht möglich gewesen. Eine Einmalzahlung nur für ver.di Mitglieder i.H.v. 700 € belohnt genau diejenigen, die diesen Tarifvertrag überhaupt erst möglich machten.

Ansprechpartner: André Urmann