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Verhandlungsauftakt mit dem DRK am 15.4.2019

DRK-Sachsen

Verhandlungsauftakt mit dem DRK am 15.4.2019

Vorbereitungtreffen der ver.di Tarifkommission am 10.4.2019 - Tarifverhandlungen beginnen am 15.4.2019 ver.di DRK-Sachsen Auftakt Tarifverhandlungen

Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband des sächsischen DRK und ver.di beginnen.

Die Gewerkschaft ver.di hat den Arbeitgeberverband Wohlfahrts- und Gesundheitsdienste e.V. zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Am Montag, den 15. April 2019, treffen sich erstmals die Vertreter beider Seiten und verhandeln über Einkommen und Arbeitsbedingungen. Betroffen sind etwa 10.000 Beschäftigte in über 50 Gliederungen des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen.

Bisher galt ein mit der umstrittenen Gewerkschaft „DHV - Die Berufsgewerkschaft“ geschlossener Tarifvertrag. Dieser sorgte in den letzten 15 Jahren immer wieder für Kritik und wachsenden Widerstand bei den Beschäftigten. Tarifkonflikte und Streiks wie zum Beispiel im Rettungsdienst Dresden oder Chemnitz und bessere Haustarifverträge zwischen ver.di und einzelnen DRK-Gliederungen waren eine logische Konsequenz. Was in einzelnen Gliederungen Schule machte, soll nun für alle sächsischen Verbände des DRK möglich werden. Der Arbeitgeberverband signalisierte gegenüber ver.di, auch unter dem Druck des Fachkräftemangels, seine Bereitschaft, Löhne und Gehälter in Richtung TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) entwickeln zu wollen. Nach Berechnungen der Gewerkschaft ver.di liegen die Einkommensunterschiede zum Referenztarifvertrag TVöD aktuell zwischen 20 und 25 Prozent. Der Handlungsdruck ist groß.

Es werden schwierige und komplexe Tarifverhandlungen. ver.di möchte zum einen die große Einkommenslücke zum TVöD schließen und zum anderen die Unterschiede zwischen den Anliegen der Beschäftigten verschiedener Teilbranchen unter einen Hut bekommen. Während für Beschäftigte im Rettungsdienst das Thema Arbeitsbereitschaft eine große Rolle spielt, sind Entlastungsthemen für Pflegekräfte von großer Bedeutung. Wie ernst es dabei das DRK meint, wird am 15. April zu sehen sein. Daniel Köhler, Operationstechnischer Assistent am Krankenhaus Lichtenstein, erklärt dazu: „Unsere Arbeitsbelastung ist sehr hoch, auch weil es an ausreichend Personal fehlt. Eine bessere Bezahlung würde dieser Belastung Rechnung tragen und unsere Chancen erhöhen, neue Kolleginnen und Kollegen für unser Krankenhaus zu finden.“ Ähnlich sieht es Alexander Klee aus dem DRK-Blutspendedienst in Chemnitz: „Mit attraktiven Arbeitsbedingungen lassen sich offene Stellen auch im Blutspendedienst schneller und besser besetzen. Mehr Spendetermine und mehr zufriedene Spender wären möglich“.

(ver.di am 10. April 2019 - red)

Update 15. April 2019: Die Auftaktverhandlungen zur Vereinbarung eines Verbandstarifvertrages mit den sächsischen DRKs fanden in Dresden statt. Im wesentlichen wurden allgemeine Positionen ausgetauscht und die weitere Verfahrensweise besprochen. Weitere Infos siehe Flugblatt

Tarifinfo vom 15.4.2019, DRK Sachsen ver.di Flugblatt Info_zu_DRKSachsen TVRunde1 15. April 2019